Der VfB-Feindeskreis

Viel Feind viel Ehr! Wenn es danach geht, ist Claus Vogt eine der honorigsten Persönlichkeiten, die in der VfB-Geschäftsstelle ein- und ausgehen. Nach Ansicht eines Großteils der Mitglieder, genaugenommen bei DDR-verdächtigen 92,25 Prozent jener, ist er ohnehin ein Ehrenmann. Haben Sie doch ihm und nur ihm die kompromisslose Aufklärung und Aufarbeitung des sogenannten Datenskandals der letzten Jahre zu verdanken, den selbst heute immer noch viel zu viele Möchtegerngroße beim VfB für eine vernachlässigbare Petitesse halten. Die Mitglieder haben diesen Betrug jedoch niemals verziehen. Nun haben sie dank Claus Vogt endlich die Kontrolle über ihren Verein zurück, so lautet der Tenor in den einschlägigen Foren der Fans des VfB Stuttgart. Nachdem gestern auch noch Vogts hartnäckigster Gegenspieler Wilfried Porth die Segel gestrichen hat, ist der Verein endgültig wieder am Ruder. Sagen die Einen. Die Anderen sagen, die Spaltung des Vereins habe durch die Wiederwahl Vogts ein nie zuvor gesehenes Ausmaß erreicht. Alles eine Frage der Perspektive.

Wenn sich etwa Eheleute auseinanderleben, fällt die endgültige Trennung meist schwer. Häufig besteht der Grund dafür in einer Ehevertragsklausel, in der das schöne Wort „Zugewinngemeinschaft“ vorkommt. Man hasst sich, aber die Eine kann nicht ohne den Anderen. So ist das auch beim VfB. Die AG kann nicht ohne den Verein. Er, der Verein, käme aber theoretisch auch ohne sie, die AG, ganz gut zurecht. Sie, die AG, sieht das naturgemäß ganz anders. Wer die Kohle heimbringt, hat Recht. Die Mitglieder des Vereins haben mit Claus Vogt und dem neu gewählten Vereinsbeirat in diesem Dissens verdammt gute Anwälte engagiert. Sie sorgen dafür, dass die Verpflichtungen in dieser Zugewinngemeinschaft eingehalten werden. Das ist ihr Mandat. In diesem Rosenkrieg zwischen dem Verein und der AG wurde in den letzten 10 Monaten reichlich schmutzige Wäsche gewaschen.  Das bleibt nicht aus, wenn eine auf Vertrauen aufgebaute Beziehung durch Betrug nachhaltig beschädigt wurde.

Diejenigen, die beim VfB nun nach der letzten Mitgliederversammlung eine nie zuvor dagewesene Spaltung ausgemacht haben, sollten bedenken, dass sich nur etwas spalten lässt, was vorher eine Einheit war. Die Spaltung nahm jedoch bereits kurz nach der von den Vereinsmitgliedern im Juni 2017 beschlossenen Ausgliederung des Profifußballs in eine AG ihren Lauf. Die vorherige Meisterschaft des VfB in der Zweiten Liga wurde vom damaligen Präsidenten Wolfgang Dietrich mit geschicktem Timing für einen erneuten Anlauf zur Ausgliederung genutzt. Die wurde den Mitgliedern und Fans des Vereins als alternativlose Lösung aller Probleme des VfB Stuttgart verkauft. Mit Erfolg. Und mit sehr unlauteren Vertriebsmethoden, wie wir seit der Aufklärung des Datenskandals bestens wissen. Und möglicherweise auch mit sehr unlauteren Abstimmungsmethoden, wie manche heute noch sehr überzeugend behaupten.

Zwei Jahre und einen weiteren Abstieg später war die bei der Ausgliederung generierte Daimlerkohle, so wie der Erfolg und die ganze Euphorie, ja, quasi weg und die Mitglieder und Fans hatten die Faxen dicke. Nach einer desaströsen Mitgliederversammlung im Juli 2019 trat Wolfgang Dietrich als Präsident zurück und im Dezember des Jahres machten die Mitglieder des VfB Claus Vogt zu ihrem Präsidenten. Der als Präsident maximal erfolglose Wolfgang Dietrich hatte Claus Vogt einen damals bereits zutiefst in zwei Lager gespaltenen Verein hinterlassen. Die Trennungslinie verlief dabei exakt zwischen den Vereinsmitgliedern einerseits und den für den Niedergang des Vereins auf der AG-Seite verantwortlich handelnden Personen andererseits. Vor diesem Hintergrund ist es geradezu lächerlich, dem heutigen, mit gigantischer Mehrheit wiedergewählten Präsidenten, eine Spaltung des Vereins anzulasten. Der Verein ist nicht gespalten, sondern wie fast nie zuvor in der Geschichte des VfB Stuttgart im wahrsten Sinne des Wortes vereint.

Es lohnt sich, diejenigen genauer zu betrachten, die in den letzten Monaten nicht müde wurden, mit allen erdenklichen Mitteln Claus Vogts Wiederwahl doch noch zu verhindern. Nennen wir es mal Schlammschlacht. Heutzutage wird jede anständige Schlammschlacht im Internet und in den sozialen Medien ausgefochten. Und zwar mit klar verteilten Rollen und vielen Trollen. Wenn das alles scheinbar nichts hilft, kommt noch die klassische Medienkampagne ins Spiel, sofern man willfährige Medien dazu findet. Doch dazu komme ich später noch. Zurück zur Schlammschlacht. Dabei gibt es in den sozialen Medien immer genau ein Opfer und sehr zahlreiche Täter. Wobei nach den Gesetzen der Täter-Opfer-Umkehr die, die mit Schlamm auf jemanden werfen, sich gern als Opfer desjenigen darstellen. Nur sehr selten gehen solche Spießgesellen bei Twitter und Facebook unter ihrem Klarnamen ans schmutzige Werk. Es sind viele, zu viele, um hier alle zu würdigen. Belassen wir es bei zwei Beispielen.

Bei Twitter legte sich ein Mensch mit der Adresse „mojogo3“ ganz besonders ins Zeug. Hier nur ein paar kleine Kostproben aus seinem kleinen Meinungskosmos:

„#Vogt interessiert sich ausschließlich für die Profis und versucht sich über Strukturen und rechtliche Vorgaben mit allen (verbotenen) Mitteln hinwegzusetzen. Weder der AG noch dem e.V. nützt das - er hat dem #VfB bereits massiv geschadet und wird es weiter tun.“

„Leider hat Herr #Vogt ja offenbar ein Problem mit Daimler... und auch andere potentielle Investoren dürften dies mit dem Antikommerzpräsidenten haben...“

„Alles wie es zu erwarten war. SM (Sven Mislintat) hat keine Lust auf das absurde Theater, das der Sonnenkönig Vogt hier veranstaltet hat. Und offenbar hat er eine Ausstiegsmöglichkeit bei personellen Veränderungen. Das dürfte TH (Thomas Hitzlsperger) betreffen.“

Dieser fleißige Troll hatte bei Twitter noch zahlreiche andere Schmähungen des VfB-Präsidenten auf Lager und arbeitete sich auch gern an dem Sportjournalisten Marko Schumacher von der Stuttgarter Zeitung ab, dem er bei Twitter mehrmals eine zu große journalistische und auch persönliche Nähe zu Claus Vogt unterstellte.

Ein weiterer Anti-Vogt-Aktivist ist noch weitaus interessanter. Er agiert unter dem Namen „Jordi Stuttgart“. Auch sein Repertoire an Vogt-Schmähungen kann sich sehen lassen. In einem Post bei Facebook bezeichnete er Claus Vogt einmal als „Müllunternehmer aus der Provinz“ und dazu einmal als „viertklassigen Präsidenten“. Jordi Stuttgart bekundet an vielen Stellen, dass er in Claus Vogt eine existenzielle Bedrohung für den VfB Stuttgart sieht. Wenn man weiß, wer sich hinter dem Namen Jordi Stuttgart verbirgt, und das ist beileibe kein großes Geheimnis oder ein Agentenjob das herauszufinden, bekommt die Sache eine interessante Wendung. Jordi Stuttgart heißt mit Klarnamen Jürgen Schlensog. Hauptberuflich ist Jürgen Schlensog alias „Jordi Stuttgart“ Unternehmer. Er leitet als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen BW Albatross Invest zusammen mit Frank-Thilo Zimmermann, ebenfalls Mitglied des Freundeskreises, der in den 1990er-Jahren beim Stuttgarter Software- und Systemhaus Strässle GmbH ein Gefolgsmann Wolfgang Dietrichs war. Nebenberuflich ist Schlensog vielen auch als Impresario von Kulturveranstaltungen nicht unbekannt. Ein Metier, das er hervorragend beherrscht.

Seit 2017 ist Jürgen Schlensog auch Vorsitzender des „VfB Freundeskreis“, der seit über vierzig Jahren einflussreichsten Institution beim VfB. Der „Freundeskreis“ ist so etwas wie ein Verein im Verein, in dem sich die unternehmerische Elite der VfB-Mitglieder eine exklusive Heimat geschaffen hat. Die Mitgliederanzahl des Freundeskreises ist auf 75 beschränkt. Deren Refugium ist das sogenannte Rondell im Business- und VIP-Bereich der Haupttribüne des Neckarstadions. Ihr Selbstverständnis leitet sich aus der folgenden Selbstdarstellung ab: „Der Freundeskreis des VfB Stuttgart e.V. unterstützt den VfB seit 44 Jahren in vielfacher Weise. Insbesondere der Jugendarbeit des Bundesligisten haben wir uns verschrieben. Mit satzungsgemäß begrenzt 75 Mitgliedern arbeiten wir zum Wohle des VfB intern wie extern an der Weiterentwicklung des Vereins mit. Dabei sehen wir uns als Brückenbauer zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur der Metropolregion und dem VfB Stuttgart.“

In den letzten 44 Jahren dürfte beim VfB Stuttgart so gut wie keine Personalentscheidung ohne die Mit- und Fürsprache dieser exklusiven Mitgliederloge gefallen sein. Exklusiv geht’s auch im Stadion zu: „Die Mitglieder des VfB Freundeskreises sind Inhaber von Business Seat Dauerkarten und sitzen an jedem Heimspiel auf den besten Plätzen in der Mercedes-Benz Arena. Der Freundeskreis verfügt über ein zusätzliches Ticketkontingent in diesem Bereich. Diese Business Seats befinden sich direkt unterhalb der Ehrenloge auf Höhe der Mittellinie. Mitglieder und Gäste werden vor und nach dem Spiel im Freundeskreis-Rondell bewirtet. Das 2018 neugestaltete Rondell gilt als Benchmark im Business Center des VfB. Nach jedem Heimspiel finden auf der Bühne des Rondells Interviews mit VfB Spielern statt. Bar und Loungebereich runden das Rondell locker ab. Der Freundeskreis wird zudem gerne von VfB Verantwortlichen und früheren Spielerpersönlichkeiten besucht.“

Die Mitgliedschaft in diesem gemeinnützigen Freundeskreis VfB Stuttgart e.V. (der Gemeinnutz besteht in der finanziellen Unterstützung der VfB-Jugend) lassen sich die wenigen, darin aufgenommenen Unternehmer, einiges kosten. Aber sie bekommen dafür ein unbezahlbar gutes Netzwerk geliefert. Ein perfekter Deal. Der Zugang zum Businessbereich erfolgt für Business-Seat-Dauerkartenbesitzer direkt aus dem Parkhaus über eine Brücke ins Stadion. Auf dem Weg dorthin und auf dem Weg hinaus treffen die „Freunde“ des VfB vermutlich nur die Fans Ihrer Kategorie. Freundeskreis-ViPs unter sich. Verständlich, dass man da vielleicht irgendwann mal auf die Idee kommt, dass man selbst der eigentliche Verein für Bewegungsspiele Stuttgart sei, dessen Geschicke und Schicksal es zu lenken gilt. Das hat ja auch immer so funktioniert. Bis eines Tages Claus Vogt die Präsidentschaft übernahm, entgegen der ausdrücklichen Empfehlung des Freundeskreises. Man fühlte sich mutmaßlich übergangen, betrogen und um Einfluss beraubt. Von den Vereinsmitgliedern, die Vogt einst 2019 erstmals wählten und vor allem vom Vereinsbeirat, der dies erst möglich gemacht hatte.

Die Diskreditierung Claus Vogts seitens des Freundeskreises ist seit seinem Amtsantritt in den sozialen Medien vielfach belegt. Bei den etablierten Stuttgarter Medien stießen sie damit auf Granit. Immerhin die B***-Zeitung flankierte mit einer etwas ungelenk daherkommenden Kampagne die offensichtlichen Versuche des Freundeskreises und einiger ehemaliger und aktueller Mitarbeiter der VfB Stuttgart AG, eine Wiederwahl Vogts zu verhindern.  Im besten Fall haben sich die Kollegen von der B***-Zeitung an irgendwelche journalistischen Mindeststandards erinnert. Auffällig ist jedoch, dass sie sich im Rahmen der Berichterstattung zur anstehenden Präsidentenwahl beim VfB ausschließlich auf die Zitate darin involvierter Persönlichkeiten beschränkt haben. Ob nun durch Silvio Meissner oder andere Claqueure.  Irgendwie ging es immer nur darum, Claus Vogt in möglichst schlechtem Licht darzustellen. Meist ging es gar nicht um seinen direkten Konkurrenten bei der Wahl, Pierre-Enric Steiger, sondern eher um den Präsidenten eines Eishockey-Clubs aus Kitzbühel, dem man zuvor nicht gestattet hatte, gegen Claus Vogt anzutreten. Claus Vogt bot viel zu geringe Angriffsflächen, die eine ausreichend große Front für boulevardeske Frontalangriffe erlaubt hätten.

Apropos Pierre-Enric Steiger, Mitglied des Freundeskreises, der als vermeintlich schärfste Waffe des Freundeskreises in die entscheidende Schlacht zur Verhinderung von Claus Vogt in die Wahl geschickt wurde. Ich habe ihn zweimal bei den Kandidatenvorstellungen des VfB erleben dürfen. Dass er die Anforderungen des Vorsitzenden des Freundeskreises, Herrn Schlensog, nicht annäherungsweise erfüllen kann, habe ich gleich bei der ersten Begegnung gespürt. Zu stumpf, diese Waffe. Zwei Fettnäpfe weiter war es bereits um ihn geschehen. Es war kein Mitleid, das mich zum dem Schluss kommen ließ, dass der Herr Steiger trotz allem eine wertvolle Bereicherung für den VfB Stuttgart sein könnte. Wenn er nur dazu in der Lage wäre, seine Empathie zu den Menschen ein wenig unabhängiger von persönlichen Empfindungen und kalkulierten Erwartungshaltungen anderer ausleben könnte. Kurz gesagt, Herr Steiger wäre ein durchaus netter Zeitgenosse beim VfB in verantwortlicher Position, wenn man ihn von hindernden Fesseln befreien würde und ihm eine reelle Chance zur Läuterung beim Ausstieg aus diesen Fettnäpfen gäbe. Er ist im Grunde ein guter Kerl, sonst könnte er den Job gar nicht erledigen, den er seit Jahrzehnten macht.

Imponiert hat mir auch die Kandidatur des Herrn Scheurer, ebenfalls Mitglied des Freundeskreises des VfB. Da war bei seiner Vorstellung so gar nichts von der populistischen Linie eines Herrn Schlensog zu spüren, der sich als Wahrer der wahren Werte des VfB-Freundeskreises geriert und das geflissentlich mit den Werten des VfB selbst verwechselt. Markus Scheurer, neben Pierre-Enric Steiger, noch so ein potenzieller, ehrenwerter Kandidat für weitere Aufgaben im VfB-Kosmos.

Die letzte Patrone der Altvorderen beim VfB wurde dann kurz vor der Mitgliederversammlung am letzten Sonntag gezündet. Der Kandidat für den Vereinsbeirat, Michael Astor, hatte kurz zuvor eine versuchte Einflussnahme ehemaliger VfB-Mitarbeiter auf ihn öffentlich gemacht: „Man plane noch was, um noch Bewegung reinzubringen“. Er solle sich „der ‚pro Vogt-Linie’ anschließen, „so würde er sicher gewählt werden, da sie ihm, aus ihrem Kreis, ebenfalls Stimmen geben würden“, zitierte die Stuttgarter Zeitung ihn aus seinem Twitter-Post. Astor, ein Ehrenmann, verwahrte sich aufs Schärfste, gegen diesen Versuch der Instrumentalisierung zur Diskreditierung des amtierenden Präsidenten Vogt.

Instrumentalisieren ließen sich dagegen drei sehr renommierte Kollegen der Wochenzeitung „Zeit“. Mit perfektem Timing lieferten sie zwei Tage vor der entscheidenden Mitgliederversammlung online ein Musterbeispiel von Kampagnenjournalismus ab. Die vierteilige Artikelserie „House of Stuttgarts“ enthält viele Todsünden, derer sich ein unabhängiger Journalist niemals hingeben sollte. Diese jungen Kollegen haben damit ohne Not ihre zuvor erworbene Reputation infrage gestellt.

Niemand wird ihnen ihre beteuernden Kommentare zur Redlichkeit ihres Tuns ernsthaft abnehmen. Es wurde dabei mit der altbekannten Methode des Framings ein holzschnittartiges Bild eines Präsidentschaftskandidaten Vogt gezeichnet, dem das Eigeninteresse über dem Wohl des Vereis zu stehen scheint. Der Konjunktiv als vorherrschendes Stilmittel entlarvt zudem die Intention zur Kampagne. Wenn selbst die „Zeit Online vorliegenden Dokumente“ nur einen „Verdacht nahelegen könnten“, kann es um die Stichhaltigkeit der darin enthaltenen Informationen nicht sonderlich gut bestellt sein. Dass zudem Ross und Reiter der der Publikation zugrunde liegenden, offensichtlich von Insidern geleakten Dokumente, nicht annähernd eingeordnet werden, macht die Sache aus journalistischer Sicht nicht besser. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung, „nach monatelanger Recherche“ spricht allein Bände. Selbst die Rechercheergebnisse zur Firma Esecon, als zentraler Kollaborateur in einer abstrusen Verschwörungstheorie, in der Claus Vogt versucht die Macht über den VfB zu erlangen, sind einfach lächerlich. Die angeblich monatelang recherchierten Informationen zu der forensischen Kanzlei Esecon und der dabei Beteiligten sind mit wenigen Mouse-Clicks per Google jedem in Minuten zugänglich. Auch alles andere scheint mir in kürzester Zeit und mit der heißen Nadel gestrickt. Viel Reportage-Bla-bla ohne jeden Inhalt. Das hätte jeder Volontär in weniger als „mehreren Monaten“ besser hinbekommen.

Mir tun diese Kollegen in gewisser Weise leid. Sie haben sich offensichtlich vor einen Karren spannen lassen, dessen Ausmaße sie nicht überblickt haben. Das gilt ebenso für die Unternehmer, die sich mit sicherlich sehr hehren Motiven für den Freundeskreis VfB Stuttgart engagieren. Der Freundeskreis VfB Stuttgart wird auch in Zukunft eine gewichtige Rolle beim VfB spielen. Sogar müssen. Die Voraussetzung dazu ist jedoch unbedingt, dass die Mitglieder des Freundeskreises die Realität der durch eine demokratische Abstimmung im Verein entstandenen Vereinsstrukturen für die nächsten vier Jahre  anerkennen und nicht auf der destruktiven Linie des derzeitigen Vorsitzenden Jürgen Schlensog beharren. Das kann doch nicht so schwer sein, ihn loszuwerden. Falls doch, müssten sie damit leben, ab sofort nur noch der „Feindeskreis VfB Stuttgart“ genannt zu werden.